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Bericht über: Künstlerin

Künstlerin
Hilla Hölter
Website:www.hillahoelter.de
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Wenn Wälder flüstern

Stand: Februar 2026

Manchmal hört man die Natur flüstern, und dann greift eine Tornower Künstlerin zum Pinsel.

In ihren Acrylbildern verschmelzen Wälder und Wiesen zu feinen Abstraktionen, die überraschen und berühren. „Meine Malerei ist wie ein Gespräch mit der Welt“, erklärt Hilla Hölter, die seit langer Zeit im Teupitzer Ortsteil Tornow lebt. „Jedes Bild ist ein Moment, den ich spüre, bevor ich ihn festhalte. Meine Kunst ist für mich ein Mittel, mich selbst zu fühlen“, lässt die 63-Jährige in ihr Innerstes blicken. „Mein feines Gespür habe ich vermutlich von meinem Vater, der Schneider war“, fügt sie an.

Vom Institut zur Kunst
Hilla Hölter ist seit über zwei Jahrzehnten als niedergelassene Psychologische Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin in eigener Praxis tätig, eine Arbeit, die für sie stets wichtig und bereichernd ist.
Während dieser Zeit gab es wenig Raum für künstlerische Aktivitäten, doch während der Coronapandemie kam ihre kreative Stimme verstärkt zum Vorschein. Sie begann, sich intensiver mit Malerei sowie der Fotografie auseinanderzusetzen, und nahm dazu an Online‑Kursen und Mal-Workshops teil.
Eine prägende Erfahrung war eine kleine Wandinstallation einiger ihrer Gemälde für eine Feierlichkeit im „Institut für Psychotherapie“ in Berlin. Diese begeisterte so sehr, dass die Bilder sechs Wochen lang hängen blieben. „Das hat mir gezeigt, wie sehr meine Kunst Menschen berühren kann“, blickt sie zurück. Seitdem versucht sie, eine Balance zu finden zwischen ihrer therapeutischen und ihrer künstlerischen Arbeit.

Malerei als Herzstück
Ihr Schwerpunkt liegt dabei auf der Malerei. Die Gemälde entstehen ausschließlich mit Acryl. Meist zeigen sie Naturmotive, abstrakte Kompositionen oder Porträts. Hilla Hölter liebt es, Themen zu transformieren und Überraschungen einzubauen, damit die Betrachter neugierig werden.
Regelmäßig ist sie dazu mit dem Hamburger Künstler Jan Helbig in Kontakt. „Der Austausch mit ihm hilft mir, neue Perspektiven zu gewinnen und mutiger zu sein“, ist sie der Überzeugung.
Besonders faszinieren sie Ocker‑ und Gelbtöne, die sich wie ein roter Faden durch viele ihrer Bilder ziehen. In Zukunft möchte sie noch abstrakter arbeiten und eine Verbindung zwischen Mensch und Natur schaffen.

Offen für Neues
Neben der Malerei experimentiert die Tornowerin mit der Fotografie, insbesondere mit Doppelbelichtung. Diese Technik erlaubt es ihr, verschiedene Ebenen gleichzeitig sichtbar zu machen und neue Blickweisen zu erforschen. „Die Fotografie ermöglicht mir, Dinge zu sehen, die man auf den ersten Blick übersieht“, erläutert sie. Viele dieser fotografischen Experimente fließen in ihre Malerei ein und beflügeln sie zu neuen Ideen.

Natürliche Inspiration
Die Landschaft um Tornow ist für Hilla Hölter ein ständiger Begleiter. Wälder, Wiesen und Lichtstimmungen beeinflussen ihre Farbauswahl und Komposition.
„Ich möchte die Atmosphäre eines Augenblicks einfangen und gleichzeitig etwas Abstraktes daraus machen. So entsteht eine Spannung zwischen Realität und Fantasie“, beschreibt Hilla Hölter.
Sie liebt es, in ihren Gemälden Kraft und Wärme zu vereinen. Für sie ist Kunst Ausdruck, Experiment und Dialog zugleich. Sie genießt es, Irritationen einzubauen, die die Betrachter zum Hinschauen und Nachdenken anregen.

Blick nach vorn
Die Künstlerin hatte bereits die Gelegenheit, ihre Werke in Ausstellungen einem breiteren Publikum zu präsentieren. So zeigte sie ihr Schaffen etwa als Begleitprogramm zu einer Konzertreihe in der „Kulturpraline Tornow“. Aktuell plant sie, sich stärker mit anderen Brandenburger Künstlern zu vernetzen, um auf diese Weise neue Möglichkeiten für gemeinsame Ausstellungen, Austausch und Förderung zu eröffnen. „Ich würde gerne mehr ausstellen und viele Menschen mit meinen Arbeiten überraschen“, schaut sie in die Zukunft.

Erstellt: 2026