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Kommissar strebt an die Weltspitze!

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Radcross-Fahrer
Maximilian Möbis
Telefon:01 71/1 81 26 58
E-Mail:maximilian_moebis@gmx.net

Familie für Spitzensport

Stand: November 2018

Mit dünnen Reifen über Schlamm und Schotter, über Stock und Stein: Fahrradcross vereint Abenteuer, Naturnähe und kann mit fast jeder Umdrehung des Pedals eine neue Herausforderung bergen. Einer der Stars dieses Sports ist in Teupitz zuhause.

Mit dünnen Reifen über Schlamm und Schotter, über Stock und Stein: Fahrradcross vereint Abenteuer, Naturnähe und kann mit fast jeder Umdrehung des Pedals eine neue Herausforderung bergen. Einer der Stars dieses Sports ist in Teupitz zuhause. Maximilian Möbis gehört zu den großen Hoffnungsträgern in dieser fordernden Disziplin. Er ist im Kader der Nationalmannschaft. Damit vertritt der Teupitzer Deutschland bei Europa- und Weltmeisterschaften sowie bei den Weltcups.

Präsent mit Folgen
Die Radsport-Gene hat er von seinem Vater Marco Möbis in die Wiege gelegt bekommen. Der Teupitzer gibt allerdings gerne zu, „niemals so erfolgreich gewesen zu sein. Ich bin im Wesentlichen nur bei kleineren Rennen im Umkreis gefahren“.
Dennoch lässt sich so eine Leidenschaft nicht unter­drücken. „Maximilian bekam zum neunten Geburtstag ein Rennrad“, erinnern sich die Eltern Kathrin Möbis und Marco Möbis. Das Geschenk fiel auf fruchtbaren Boden.

Schnell nach oben
„Seit meinem zehnten Lebensjahr fahre ich aktiv Radrennen. Ich habe alle Facetten des Radsports ausprobiert. Ich habe meine Leidenschaft im Straßenradsport und seit dem 13. Lebensjahr vor allem im ‚Querfeldein’ gefunden. Dabei konnte ich bis jetzt schon zwei Deutsche-Meister-Titel erringen“, gibt der mittlerweile 20-jährige Elite-Fahrer aus dem Schenkenländchen gerne Auskunft.
„Ich habe mittlerweile an vier Europa- und Weltmeisterschaften teilgenommen“, ergänzt er.

Keine Profi-Ausbildung
Seine Erfolge sind umso höher zu bewerten, weil er Fahrer als Mitbewerber hat, die von klein an auf Sportschulen systematisch für Erfolge in ihrem Sektor getrimmt worden sind. „Ich bin hingegen in Teupitz auf die Grundschule gegangen und dann nach Wildau aufs Gymnasium ‚Villa Elisabeth’ gewechselt, wo ich 2016 mein Abitur abgeschlossen habe“, berichtet Maximilian Möbis. Nun ist er zwar in Ausbildung bei der Bundespolizei, doch aus dem Traum von der Sportfördergruppe wurde leider nichts: „Da Radcross im Gegensatz zu Mountainbike keine olympische Sportart ist, konnte ich bisher keine entsprechende Unterstützung erhalten.“
Dabei hat der Teupitzer vielfach gezeigt, dass mit ihm in diesem „Wintersport“, der ursprünglich aus der Taufe gehoben wurde, damit die Straßenradfahrer in der kalten Jahreszeit eine Trainingsmöglichkeit haben, zu rechnen ist. Zu seinen überragenden Erfolgen gehört, dass er es trotz damaliger Vorbereitung aufs Abitur schaffte, in der Saison 2015/2016 gleich­zeitig Gesamtsieger der Deutschlandcup-Rennserie U19 und Deutscher Meister Querfeldein der U19 zu werden. Als angehender Bundespolizist setzte er diese Erfolge nahtlos fort: Momentan ist er amtierender Deutscher Meister Querfeldein U23!

Weite Wege
Dabei lassen sich Berufs­ausbildung und Sport oft schwer vereinbaren.
Einsatzorte weit weg von Teupitz stellen schwierige Hürden dar: „Ich komme meist am Freitag spätabends nach Hause. Am Samstag geht es dann sehr früh los an die Orte, wo die Rennen sind. Die finden vielfach in Belgien und Holland statt oder in Tschechien. In diesen Ländern ist Radcross viel populärer und sozusagen ein Volkssport!“ Nach den strapaziösen Rennen heißt es dann, umgehend wieder zurück zu kommen, um am Montag pünktlich den Dienst antreten zu können.

Im Team mit der Familie
Im Gegensatz zu Straßen­rennen ist beim Radcross ein Unterstützerteam unumgänglich. Dieses besteht bei Maximilian Möbis aus den Eltern sowie seiner Freundin Vanessa Klose, die in Zeuthen beheimatet ist und fürs Lehramt an Grundschulen studiert.
Vater Marco Möbis hat einen Kleintransporter als Servicefahrzeug eingerichtet: „Es sind immer drei Rennräder im Einsatz. Durch die harten Anforderungen durchs Gelände mit Schlamm und Matsch ist ein Rad schnell verschmutzt. Dann muss Maximilian sozusagen im Flug umsteigen können. Ich muss es dann im Express-Tempo wieder so auf Vordermann bringen, dass es umgehend erneut einsatzfähig ist“, erklärt Marco Möbis.
Die gesamten Kosten trägt die Familie fast immer alleine. „Unser weitestes Rennen war in der französischen Bretagne. Das ist 1 500 Kilometer von uns entfernt“, führt Maximilian Möbis vor Augen.

Nochmals Meister?
Ab kommendem Jahr 2019 wird mit dem Teupitzer übrigens ein frisch-gebackener Polizeikommissar durch Schlamm und Matsch rasen, denn dann hat Maximilian Möbis seine Ausbildung abgeschlossen. „Dann fällt der Stress mit dem Lernen weg, den ich jetzt noch zusätzlich habe. Momentan bin ich am Schreiben meiner Diplom­arbeit. Die große Frage ist, ob ich berlinnah eingesetzt werde, denn sonst wird es noch schwieriger, in der ohnehin schon wenigen Freizeit sportlich erfolgreich zu sein“, sinniert der momentan erfolgreichste Sportler aus dem Schenkenländchen. Nun geht es ihm darum, den deutschen Meistertitel der U23 zu verteidigen und weltweit weiter an die Spitze aufzurücken.
„Das entscheidende Rennen findet im Januar 2019 in Kleinmachnow statt“, hofft er nun, sich dort vor heimischen Fans ein vorzeitiges Präsent für seinen dann 21. Geburtstag am 12. März 2019 machen zu können.