Willkommen in Schenkenländchen
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Sport, Musik und Mathe aus Familienhand

Schenkenland-Schule
Manon Hähnel, Thomas Hähnel
Telefon:03 37 66/6 29 19
Website:www.schule-gross-koeris.de

Mit Liebe in der Schule!

Stand: November 2017

Jetzt geht es in der Schenkenland-Schule besonders rund. Dafür sorgt seit Neuem ein volleyballbegeistertes Ehepaar!

Schulleiterin Manon Hähnel verbindet mit ihrem Stellvertreter Thomas Hähnel aber weit mehr als sportliches Interesse.
Beide sind nämlich seit runden 15 Jahren verheiratet. Sie arbeiten seit 20 Jahren an der Schenkenland-Schule. Ausgerechnet hier hatte es zwischen der Lehrerin aus Groß Köris und dem jungen Referendar aus Straupitz gefunkt.

Breite Vielfalt, ganz persönlich
Neben der Vorliebe für Volleyball haben beide weitere ungewöhn­liche Gemeinsamkeiten. Dazu gehören Fächerkombinationen, wie sie sehr selten sind.
Manon Hähnel unterrichtet nämlich neben Englisch und Deutsch zusätzlich Musik.
Thomas Hähnel ist Sport­lehrer, der außerdem Naturwissenschaften schätzt.
So werden die Schüler von ihm in die Feinheiten von Mathematik, Physik und Informatik eingeführt.
Er begründete den „Schenkenland-Pokal“ als sportliches Jahresereignis.
Darum ringen jeweils die besten drei Mädchen und Jungs aus Schulen von Halbe, Teupitz, Töpchin und Groß Köris. Der Pokal wird an den Sieger im Leichtathletik-Dreikampf mit Laufen, Weitsprung und Werfen vergeben.

Spitzenathlet im Schenkenländchen
Mit Thomas Hähnel hat das Schenkenländchen übrigens einen früheren Leistungssportler, der fast in die Olympiamannschaft gekommen wäre. „Ich war als Jugendlicher DDR-Meister im Dreikampf. Leider ging es dann nicht weiter, weil man der Meinung war, dass ich für die Leicht­athletik zu klein bin.“ So wandte sich Thomas Hähnel vom Sport ab und den Naturwissenschaften zu.

Musik als Auftrag
Manon Hähnel kam „per Auftrag“ auf das Zusatzfach Musik. „Ich hatte als Kind auf Betreiben meiner Eltern eher unwillig Klavier und Gitarre gelernt. Als nach der Wende elektronische Keyboards für uns ebenfalls erreichbar waren, spielte ich alles, was so an Rock- und Popmusik aktuell war. Das hatte sich in der Schule offenbar herumgesprochen. Da hier dauerhaft ein Musiklehrer fehlte, animierte man mich zur Zusatzausbildung für dieses Fach.“
Dass Manon Hähnel das richtige Händchen für tolle Töne hat, beweist sie unter anderem beim jährlichen traditionellen Weihnachtskonzert der Schenkenland-Schule, wo sie mit viel Spaß vor Eltern und Schülern auftritt.

Schüler gesucht
Unter der Ägide des neuen Leitungsteams soll die Schullandschaft im Schenkenländchen jetzt erheblich frischen Wind bekommen. Im Mittelpunkt steht die Erweiterung der „Grund- und Oberschule Schenkenland“ um eine gymnasiale Oberstufe. Dafür wurden bereits wichtige Weichen gestellt: „Der Kreistag hat zugestimmt. Die Gemeinde als Schulträger hat grünes Licht gegeben. Jetzt fehlt noch die Einwilligung des Ministeriums in Potsdam“, beschreiben Manon Hähnel und Thomas Hähnel. „Problem ist, dass wir für dieses Projekt mehr Schüler bräuchten. Doch logischerweise kommen diese erst, wenn wir die gymnasiale Oberstufe haben. Dies wäre für die Bewohner im Schenkenländchen aber sehr wichtig, weil die Jugendlichen bisher erhebliche Schulwege haben, wenn sie nach der zehnten Klasse ihre Schullaufbahn fortsetzen möchten“, erklärt die neue Schulleitung.

Gesunde Lehrer
Dieses Problem haben sogar viele der Jüngeren.
„Normalerweise geht die Ganztagsbetreuung nur bis zur sechsten Klasse. Wir wollen dies zukünftig für die beiden folgenden Klassenstufen ebenfalls anbieten. Damit wäre die Gemeinde als Schulträger einverstanden. Beide Projekte bedeuten, dass angebaut werden müsste. Dafür würde dann ein komplettes Schulzentrum in Groß Köris entstehen“, erläutern die neuen Leiter.
Dabei werden sie von den 25 Lehrern offenbar mit großem Elan unterstützt: „Wir haben dieses Schuljahr einen Krankenstand von unter einem Prozent. Das ist so gering, wie noch nie“, hat Mathematiker Thomas Hähnel ausgerechnet. Verständlich, dass er diese Erfolgsmeldungen gerne ans Schulamt weiterleitet.

Gefragt in Funk & Fernsehen
Mit der angestrebten Weiterentwicklung setzt die „Schenkenland-Schule“ den vom in Ruhestand gegangenen Vorgänger Hans-Joachim Reiner eingeschlagenen Kurs konsequent fort.
Unter dessen Ägide war sie zur „Modellschule für Inklusion“ geworden und war damit brandenburgweit gefragt. Zudem wurde der Entwicklung der Schüler viel Platz eingeräumt und ein enger Kontakt mit den Eltern angestrebt.
Eines dieser Ergebnisse waren die Jungjournalisten „Reporterkids“, die fast Jahr für Jahr landes- und sogar manchmal deutschlandweit für Auf­sehen sorgten. Sogar in der Sportschau gab es Auftritte.

Harmonie, die zieht
Diese sehr ungewöhnliche Konstellation einer „Schule in Familienhand“ entstand dadurch, dass die komplette Schulleitung neu besetzt werden musste und sich letztendlich Lehrer, Schüler und Eltern in der Schulkonferenz für diese Variante entschieden. Aber bei einer so vielseitigen und netten Familie, die selbst zwei Kinder hat, die in Groß Köris zur Schule gegangen sind, und sich bereits über einen vierjährigen Enkel freut, wird dieses „Modellprojekt“ sicher eine Bereicherung. Mal sehen, an wieviel Schulen dies Schule macht!